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Von Oker nach Altenau ("über die Höhen des Oberharzes")
 

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Autor: »Uwe Barthauer
Letzte Aktualisierung: 05.11.2009
 

Von Oker nach Altenau

Über die Höhen des Oberharzes

 

Wandern 
 

Dauer    Jahreszeit    Straße
Piste/Feldweg  Wanderpfad-weg
6‑8 Std.  18 km         März - Okt.      0% 
    40%         60%

Schwierigkeit 

Höhendifferenz

 Frequentierung

Unterkunft

Sonstiges
   mittel     mittel    niedrig
Privatunterkunft 


»Legende
 
Hoch über dem Okertal vorbei an den Klippen, die verwunschene Namen tragen – wie Hexenküche, Mausefalle oder Alter vom Berge – führt diese Wanderung auf teilweise einsamen Pfaden durch weite dunkle Wälder nach Altenau/Harz, die jüngste der sieben freien Bergstädte. Weit geht der Blick über das Okertal und die scheinbar endlosen Wälder des Oberharzes. In den Ohren das Rauschen des Waldes, das Singen der Vögel und in der Nase den würzigen Tannenduft.
 
zum vergrößern auf das Bild klicken
  • Bruchbergblick
  • An der Feigenbaumklippe
  • Mausefalle
  • Hexenküche
  • Blick von der Ziegenrückenklippe
  • das Okertal
  • Blick nach Schulenberg

 

Wanderkarte


Ueber-die-Hoehen-des-Oberharzes-map-ads-de.pdf

 

Von Oker zum Kästehaus

 
Am Ausgang des romantischen Okertales, beim Gasthaus Waldkater, beginnt unsere Wanderung. Wir überqueren die Straße, gehen über die Okerbrücke und wenden uns gleich links dem nächsten Weg zu. Wir folgen diesem in östlicher Richtung. Ausgeschildert ist: Romkerhall über Kästeklippen. 100 m weiter, bei einem ehemaligen Steinbruch, nach rechts abbiegen und den Weg bergauf nehmen. Nach weiteren 100 m erreichen wir eine Weggabelung. Wir wenden uns nach links und gehen weiter bergauf. Etwa nach 200 m haben wir die Wahl: entweder geradeaus den bequemeren Fahrweg nehmen oder nach rechts den steileren, aber schöneren Weg über den Ziegenrücken.
 
Da man bekanntlich Grausamkeiten stets zu Anfang machen soll, gehen wir den Weg nach rechts, der immer steiler werdend aufwärts strebt. Nach etwa 500 m erreichen wir an der Ziegenrückenklippe eine Rastmöglichkeit, die schon mal einen kleinen Vorgeschmack auf die sich später bietenden Ausblicke gewährt.
 
Eine kurze Rast, einen kräftigen Schluck und dann steil bergauf. (Raucher erkennt man hier an den pfeifenden Atemzügen und an dem roten Schal, genannt Zunge, der sich da um den Hals wickelt.) Oben an dem Querweg angekommen, kurz verschnaufen und rechts den allmählich ansteigenden Fahrweg nehmen. Um es gleich vorweg zu sagen: das war erst zum Eingewöhnen. Dem Weg folgend sehen wir alsbald links eine Quellfassung und eine Bank. Dem Einen oder Anderen sei es an heißen Tagen gestattet, sich hier zu erfrischen. Wir jedoch schreiten weiter, um nach kurzer Wegstrecke den Wendeplatz der Linienbusse zu erreichen, die hier während der Sommermonate von Bad Harzburg aus das Kästehaus anfahren.
 
An dem Abzweig rechts haltend, sehen wir vor uns das Kästehaus. Da wir schon genug Wasser getrunken haben, aber dennoch durstig und nicht schmutzig sind, sei uns ein Bier gegönnt. Genusswandern nannte das einmal ein Wanderfreund. Mancher mag hier die Nase rümpfen, der Verfasser dieser Zeilen ist jedoch der festen Überzeugung, dass man ab einem bestimmten Alter genießen können sollte.
 
Während wir uns nach rechts dem ausgeschilderten Pfad zuwenden, können wir von den Kästeklippen aus einen wunderschönen Ausblick in das Okertal genießen. Wir sind hier im Bereich des Okertaler Granits, das westlichste der drei Granitvorkommen im Harz. Die fehlende Hornfelskappe führt zu der für Granit typischen Wollsackverwitterung. Der hier überall auf den Wegen zu findende Kies ist das Endergebnis dieses Prozesses.
 
 

 Durch die Klippen

 

Vom Kästehaus aus nach Süden und dem schmalen Pfad zu den Felsformationen der Hexenküche folgen. Mit etwas Fantasie erkennt man einen Rauchfang und darunter den Herd. Weiter auf dem Pfad – und uns nicht von dem breiten Forstweg irritieren lassen, der scheinbar parallel verläuft – erreichen wir die Mausefalle. Warum die Klippe diesen Namen hat, wird auf den ersten Blick deutlich: Obwohl sie schon ein paar tausend Jahre in ihrem Zustand verharrt, gehe ich immer mit einem etwas eigenartigen Gefühl an ihr vorbei. Obwohl ich natürlich weiß, wie unwahrscheinlich es ist, dass sie gerade jetzt „zuschnappt“.
 
Weiter auf dem Pfad kommt die Feigenbaumklippe in unserem Blick. Warum diese so heißt? Feigenbäume jedenfalls hat es im Harz nie gegeben. Oder doch? Am Fuß des Ahrensberges lag einst die Grube "Feigenbaum". Die Ausblicke von hier sind außergewöhnlich schön. Wer sich traut, geht über die Planken bis zu dem westlichen Aussichtspunkt (Wenn einem dabei etwas schwindelig wird, muss das nicht unbedingt das Bier gewesen sein). Der Blick hinunter ins Okertal ist doch sehr eindrucksvoll. Rechts sehen wir die Formationen der Okertalerklippen und links oben am gegenüber liegenden Berghang erahnen wir die Ahrendklippe.
 
Steil geht es nun in das Okertal hinab. Der Weg, schmal und ausgewaschen, ist einer von der Sorte, bei der man nicht weiß, was schlimmer ist: bergauf oder ‑ab. Das eine geht über den Kreislauf und das andere über die Knie; vor allem, wenn man am Bauch mehr Gewicht trägt als auf dem Rücken. So ist das aber mit dem Genuss – stets folgt die Reue. Am Ende dieses Pfades treffen wir auf einen Forstweg, diesem nach rechts abwärts folgen. An der nächsten Weggabelung links halten und weiter bergab, bis wir oberhalb des Wasserfalls sind. Hier nicht den breiten Weg, sondern den Pfad abwärts bis zur Straße. Auf dieser nun nach links bis zum Hotel Romkerhall.
 
Wie man unschwer erkennen kann, hat dieses Hotel seine besten Tage schon hinter sich. Um es einmal vorsichtig zu formulieren: es macht einen abgewirtschafteten Eindruck. Allerdings ist es seit November 2009 unter neuer Bewirtschaftung. Man wird sehen, was sich daraus entwickelt.

Die Attraktion ist aber nicht das Hotel, sondern der gegenüber liegende Wasserfall, der aus einer Zeit stammt, als man glaubte, die Natur durch solche Dinge verschönern zu müssen. Ein dünnes Rinnsal, das über den Felsen stürzt und sich verzweifelt bemüht, den Boden zu erreichen. Bei ausreichender Wassermenge – etwa nach der Schneeschmelze oder längeren Regenperioden – durchaus imposant. Ansonsten aber sieht er nur aus, als hätte einer vergessen, die Wasserrechnung zu bezahlen. Bei längeren Frostperioden hingegen macht auch der wenig Wasser führende Fall richtig was her.

 
Wir gehen nun Richtung Kraftwerk, das seine Energie über einen Überleitungsstollen aus der Okertalsperre bezieht, folgen hier der Ausschilderung Altenau ‑ Bad Harzburg auf einen breiten Forstweg. Nach ungefähr 100 m dann auf dem ausgeschilderten "Jägerstieg" Richtung Altenau. Dieser Stieg erweist sich als nur zwei Fuß breiter „Ziegenpfad“, der in zahlreichen Serpentinen an einer 70 Grad steilen Wand aufwärts führt. Blockiert durch umgestürzte Bäume und teilweise abgerutscht, wird der Aufstieg zum echten Abenteuer. Wer Raucher ist oder jemals geraucht hat: hier hat er Gelegenheit, jede einzelne Zigarette zu bereuen.

  

Von der Ahrendklippe zum Jugendwaldheim

 

Oben angekommen, fällt der Blick auf eine Schutzhütte, die sich Hallesche Hütte nennt, mit einer Stempelstelle für den Harzer Wanderpass. Wieso kommt mir die Situation nur so bekannt vor? Sei es drum, der Ausblick in das Okertal jedenfalls einfach grandios!
 
Tief unter einem das Tal mit der Straße und dem Fluss, die Klippen an den Berghängen und in der Ferne Oker und das nördliche Harzvorland. Dazu der Wind, der in den Haaren spielt (soweit noch vorhanden) und den Schweiß an der Stirn trocknet – einfach herrlich. Zeit für eine kurze Rast, bei der wir mit einem Müsliriegel und einem Schluck Mineralwasser unseren Vorrat an Kohlehydraten wieder auffüllen.
 
Nun auf dem beschilderten Wanderweg, der mit einem roten Punkt auf weißem Untergrund gekennzeichnet ist, zum Jugendwaldheim Ahrendsberg. Dort angekommen nach rechts auf den Asphaltweg einbiegen und auf diesem an den Gebäuden vorbei. Rechts über die Wiese dann ein schöner Ausblick nach Schulenberg. Wo der Asphaltweg scharf rechts abknickt, gehen wir links über den „Reitersteig“ nach Altenau. Die Wegemarkierung ist jetzt ein grüner Punkt auf weißem Grund. Der Weg, ein Forstweg mit wassergebundener Fahrbahndecke, geht nun steil bergab, bietet aber wunderbare Fernsichten über den Harz. Scheinbar unendlich erstrecken sich die bewaldeten Bergrücken wie die Wogen eines Meeres, allmählich in der Ferne verblauend, bis hin zu dem sich am Horizont erstreckenden Bruchberg.
 
 

Auf dem Weg nach Altenau

 
Unten im Tal auf den Querweg nach rechts bis zu einer Seitenbucht der Okertalsperre. Diese an der Spitze in südlicher Richtung passieren und den zweiten Weg nehmen, der links abgeht: Hier der Wegweiser Altenau über Okertalsperre (6 km) und Altenau Ahrendsberger Fußstieg (4,5 km). Wir gehen nach links den Forstweg bis zu einer Bank, die sich rechts von uns am Berghang befindet. Hier nach rechts auf den Ahrendsberger Fußstieg, der nun kräftig aufwärts führt. Die Wegmarkierung ist noch immer der grüne Punkt. Am Ende mündet der Stieg in einen Weg, der allmählich weiter aufwärts geht.
 
Oben auf dem Scheitelpunkt dann ein Wegweiser – Altenau 3 km. Mich schon in Gedanken an einen frisch gezapften kühlen Hopfentee labend gehe ich weiter und dann? Oh Wanderer, lass fahren jegliche Hoffnung ... Altenau 5 km steht da geschrieben ... Was soll’s, muss ich mich eben an mitgeführten und inzwischen lauwarmen Mineralwasser ergötzen, außerdem soll das ja auch gesünder sein. Der Weg strebt nun in einem Rechtsbogen dem Tal zu, unten nach rechts zum Kellwasser abbiegen.
 
Nun erwartet uns eine echte Eulenspiegelei. Vor uns türmen sich Holzmassen auf, die kontinuierlich beregnet werden. Nachdem die ersten Regner passiert sind, dann ein Schild: „Naßlagerplatz, Betreten verboten“. Gott sei’s gedankt, können wir nun nach links abbiegen und den Platz umgehen. Vorher allerdings gibt es keine Möglichkeit dazu. Das mag ja bei warmen Wetter ganz nützlich sein, bei Regenwetter ist es sowieso egal, was macht man aber bei unbeständigem kühlen Wetter? Also auf keinen Fall den Regenschirm vergessen. 
 
Nach dem Umgehen des Lagerplatzes zunächst noch auf dem Forstweg weiter, dann den schmalen Stieg hinunter zur Talsperre und hier immer am Wasser lang bis zum Ortseingang von Altenau. Jetzt erklärt sich auch die ominöse Differenz von 2 km. „Altenau Ortsmitte 2 km“ steht da. Den Asphalt krumm tretend, folgen wir nun dem Wegweiser bis zum Markt. Hier ist der ZOB (Zentraler Omnibusbahnhof) und von hier können wir die Rückreise antreten – und bei einem wohlverdienten kühlen Bier allen Lesern dieser Zeilen viel Spaß beim Nachwandern wünschen!
 
 

 Nützliche Hinweise und Informationen


 
 
 
Anreise:
 
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln
Vom Bahnhof Goslar zum Ausgangspunkt mit dem Bus 801 (Abfahrt an der Bahnhof‑Südseite) Richtung Oker Waldhaus
 
Rückfahrt: Vom Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) Altenau: Bus 831/840 Richtung Goslar über Clausthal‑Zellerfeld.
 
Start‑ und Zielpunkt liegen im Tarifgebiet des VRB. Niedersachsenticket und „Schönes Wochenende“ (SWT) werden anerkannt. 
 
 
Mit dem Auto
Aus Hannover oder Kassel: A 7 Ausfahrt Rhüden weiter B82 bis Goslar
Aus Braunschweig: A39 Dreieck Vienenburg weiter B6 bis Goslar
Aus Magdeburg: B81 Blankenburg weiter auf B6 bis Goslar
 
 
 
 
 
 
Kartenmaterial:
 
 
 
Naturpark Harz Blatt 1
1:50.000
GeoMap
ISBN 3-933671-08-6
 
 
 
KV‑plan
Freizeit im Harz 1:50 000
Kommunalverlag Hans Tacken
ISBN 3-89641-524-7
 
 
 
Einkehr und Verpflegung
 
 
38644 Goslar
Tel.: +49 5321 6918
Fax: +49 531 63697
Kein Ruhetag
 
 
 
Käste 1
38667 Bad Harzburg
Tel.: 05321/6913
 
Öffnungszeiten:
Winter     Di ‑ So 10:30 ‑ 16:00
Sommer Di ‑ So 10:30 ‑ 17:00
Montag Ruhetag
 

Romkerhall
Okertal
38644 Romkerhall/Harz
Tel.: 05329‑823
Fax: 05329‑233
 
 
 
                                                                                               Unterkunft:
 
                             In Goslar und Altenau Stehen Unterkünfte verschiedener Kategorien zur Verfügung
 
 
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Für Hinweise und Anregungen bin ich jederzeit dankbar.
© Uwe Barthauer Braunschweig
 

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letzte Änderung: 06.10.2014
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